Als Ihre Hausarztpraxis ist es unsere Pflicht Sie vor Krankheiten zu schützen, denn Vorsorgen ist bekanntlich besser als heilen. Daher führen wir bei allen Patienten ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig alle 2 Jahre die Gesundheitsuntersuchung (Check-up 35)  durch. Zusätzlich erhalten Männer ab dem 45. Lebensjahr jährlich die Krebsvorsorgeuntersuchung. Bitte denken Sie bei Ihren Kindern an die Jugendvorsorgeuntersuchung im Alter von 13-15 Jahren als Fortsetzung der U-Untersuchung.

Bei den Vorsorgeuntersuchungen werden ebenso alle Impfungen auf Aktualität überprüft. Bringen Sie daher bitte Ihren Impfausweis mit. Bitte vereinbaren Sie für eine Vorsorgeuntersuchung einen Termin.

Prävention - Vorsorge ist besser als heilen

Warum sich untersuchen lassen, wenn einem nichts weh tut? Doch viele Krankheiten – wie Bluthochdruck oder erhöhte Blutfette – beginnen unauffällig, können aber zu ernsthaften Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen.

Durch Früherkennungsuntersuchungen können Risiken frühzeitig erkannt werden, sodass im Idealfall gar nicht erst Beschwerden entstehen. Mitglieder einer gesetzlichen Krankenkasse haben Anspruch auf eine ganze Reihe von Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen. Zu den Untersuchungen zählen:

  • Demenztests
  • Gesundheitsuntersuchung (Check-up 35)
  • Hautkrebsvorsorgeuntersuchung ab 35 Jahre (alle 2 Jahre)
  • Jugendgesundheitsuntersuchung (Jugendliche 12-15 Jahre)
  • Jugendarbeitsschutzuntersuchungen
  • Kinderuntersuchungen
  • Krebsvorsorgeuntersuchung bei Männern ab 45 Jahre (alle 2 Jahre)

Früherkennungsuntersuchungen der gesetzlichen Krankenversicherung auf einen Blick

Die folgenden Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen gehören zum Leistungsangebot der gesetzlichen Krankenkassen, das für Sie kostenfrei ist.

Überblick zu Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen
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Impfschutz

Impfen ist eine der einfachsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen zum Schutz vor schweren Infektionskrankheiten. Wichtig dabei: Impfungen müssen in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden, damit der Schutz erhalten bleibt. Deshalb sind sie nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene ein Thema.Wann, wogegen  und womit geimpft werden soll, dazu gibt es Empfehlungen der Ständigen Impfkomission (STIKO). Diese Empfehlungen werden jedes Jahr aktualisiert, zuletzt im August  2013. Weitere Informationen finden Sie unter Impfempfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Sprechen Sie Ihren Arzt auf Ihren Impfschutz an. Er wird Sie beraten.

Übersicht über die wichtigsten Impfungen [pdf, 1.014 kB]

Check-up 35: Gesundheitsuntersuchung mit Potenzial

Viele Krankheiten – wie Bluthochdruck oder erhöhte Blutfette – beginnen unauffällig, können aber zu ernsthaften Erkrankungen führen.

Ab dem Alter von 35 Jahren haben gesetzlich Krankenversicherte deshalb Anspruch auf einen kostenlosen Gesundheits-Check: Beim Check-up 35 geht es darum, häufig auftretende Krankheiten wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Nierenerkrankungen bzw. deren Risikofaktoren frühzeitig zu erkennen.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland noch immer die häufigste Todesursache: Rund 340.000 Menschen starben 2011 Deutschland daran. Dies sind 40,2 Prozent aller Sterbefälle im Jahr 2011*.

Check-up 35 wird nach wie vor zu wenig genutzt
Alle zwei Jahre kann dieser Gesundheits-Check wiederholt werden. Bislang nutzen jedoch nur rund 23 Prozent der anspruchsberechtigten Frauen und 22 Prozent der Männer das Angebot**.

Was gehört zur Untersuchung
Die Gesundheitsuntersuchung wurde 1989 in den Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung aufgenommen. Art und Umfang der Untersuchung legt der Gemeinsame Bundesausschuss der Ärzte und Krankenkassen in der „Richtlinie über die Gesundheitsuntersuchung zur Früherkennung von Krankheiten“ fest.

Zum Check-up-35 gehören
• ein ausführliches Gespräch,
• eine körperliche Untersuchung,
• eine abschließende Beratung zum Untersuchungsergebnis.

Gespräch
Der Check-up startet mit einem Gespräch – der sogenannten Anamnese. Der Arzt befragt den Patienten zu Vorerkrankungen und Krankheiten von Familienmitgliedern sowie zu eventuellen Beschwerden.

Untersuchung
Danach folgen verschiedene Untersuchungen:

  • Eine vollständige körperliche Untersuchung
    Dabei werden Herz, Lunge, Kopf, Hals, Bauch, Wirbelsäule, Bewegungsapparat, Nervensystem und Sinnesorgane überprüft, um abweichende oder krankhafte Befunde feststellen zu können.
  • Die Entnahme einer Blutprobe
    Diese wird dann im Labor ausgewertet und gibt Aufschluss über Cholesterin- und Blutzuckerwerte. Anhand dieser Werte kann der Arzt erkennen, ob zum Beispiel der Verdacht auf eine Zuckerkrankheit besteht.
  • Das Messen des Blutdrucks
    Zusammen mit dem Cholesterinwert kann der Blutdruck auf Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) oder für einen Herzinfarkt hinweisen.
  • Die Untersuchung des Urins
    Hinweise auf Nieren- und Blasenerkrankungen, aber auch eine Zuckerkrankheit lassen sich auf dem Teststreifen der Urinprobe ablesen.

Beratung
Abschließend informiert der Arzt über die Ergebnisse des Check-ups und erstellt ein individuelles Risikoprofil für den Patienten. Darüber hinaus gibt er Tipps für eine gesunde Lebensweise. Bei Verdacht oder Diagnose einer Krankheit folgen weiterführende Untersuchungen oder eine entsprechende Behandlung.

*       Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Daten von 2011
**     Gesundheitsberichterstattung des Bundes, Daten von 2010

Informationsübersicht Check-Up 35 [pdf, 703 kB]

(Quelle: Kassenärztliche Bundesvereinigung)