Vor dem Hintergrund der steigenden Anforderung und zunehmenden Komplexität der Versorgung und der wachsenden Überfrachtung des Arztberufes mit arztfremden Aufgaben (Arzt = Unternehmer, Manager, Buchhalter, Personaler, Controller, Vorarbeiter und Hausmeister) ist die ärztliche Kooperation oft die einzige Chance, den Versorgungsansprüchen von Patienten und Gesellschaft nachzukommen und gleichzeitig auch den persönlichen Ansprüchen an Leben und Arbeit gerecht zu werden.

Kooperation bedeutet vor allem Arbeits- und Verantwortungsteilung

dadurch Aufspaltung von medizinischer und betriebswirtschaftlicher Verantwortung und Einbindung dritter Berufe bzw. von Menschen mit nicht-medizinischer Ausbildung.

Vorteile des MVZ

  • MVZs bieten eine höhere Verlässlichkeit für die Region durch Übergang von der personengebundenen auf die institutionelle Zulassung oder Zulassungsverbünde.
  • MVZs bieten eine höhere Verlässlichkeit und Flexibilität für Ärzte durch Verringerung der unternehmerischen Abhängigkeit einer Praxis von Einzelpersonen.
  • MVZs können die ambulante Versorgung auch dort aufrecht erhalten, wo die Gebiete für die Einzelniederlassung als unattraktiv gelten.
  • MVZs können durch Kooperation und Flexibilität längere Sprechstundenzeiten realisieren.
  • Durch verschiedene Fachrichtungen im Verbund und durch die  Arbeitsteilung zwischen Ärzten und Verwaltung tragen MVZs zur Vermeidung unnötiger Untersuchungen bei. Dadurch leisten MVZs einen wesentlichen Beitrag zum wirtschaftlichen Arbeiten.
  • MVZs können sich den Herausforderungen an die künftige Ärztegenerationen besser anpassen (Y-Generation).
  • MVZs können aufgrund ihrer größeren und meist arbeitsteiligen Organisationsstruktur besser auf die Krisensymptome reagieren. Insbesondere die Einbindung nichtärztlicher Berufsgruppen setzt hier gestalterische Potentiale frei, die Gesellschaft und Ärzten zu Gute kommen.
  • MVZs sind damit Ansatzpunkte zur Stabilisierung der Versorgung in der Fläche.